1. Reinigung und Prüfung der Lagerbuchse: Große Motorlager werden separat verpackt und versendet. Nach dem Auspacken die oberen und unteren Lagerschalen mithilfe der Heberingschrauben entnehmen, markieren, mit Petroleum reinigen, mit einem trockenen Tuch abtrocknen und prüfen, ob alle Nuten sauber sind. Prüfen Sie außerdem, ob Gussreste vorhanden sind, ob die Verbindung zwischen Wolframgoldschicht und Lagerschale mangelhaft ist, ob Rillen, Risse, Verunreinigungen oder andere Verunreinigungen vorhanden sind usw. Falls eine Reparatur nicht möglich ist, muss die Wolframgoldschicht erneut aufgetragen werden.
2. Reinigung und Prüfung des Lagersitzes: Vor dem Einbau des Lagersitzes ist eine gründliche Reinigung und Prüfung erforderlich. Entfernen Sie Verschmutzungen aus dem Inneren des Lagersitzes mit einem Schaber und reinigen Sie ihn anschließend mit einem in Benzin oder Lösungsmittel getränkten Tuch. Achten Sie auf Risse und Lufteinschlüsse, um Ölaustritt im Betrieb zu verhindern. Reinigen Sie die Dichtflächen zwischen Lagerdeckel und Lagersitz sowie zwischen Lagersitz und Ölabstreifring. Prüfen Sie das Lagerspiel mit einer Fühlerlehre; es darf nicht größer als 0,03 mm sein. Reinigen Sie auch die Grundplatte des Lagersitzes und achten Sie auf Beschädigungen wie Kratzer, Rost oder Grate. Prüfen Sie vor dem Anziehen der Lagersitzschrauben und des Gewindes der Sitzplatte, ob die Schrauben fest angezogen sind oder sich verdrehen.
3. Isolierstruktur des Lagers: Zwischen Lager und Bodenplatte muss eine Isolierplatte oder Metalldichtung angebracht werden. Metallabstandshalter dienen zur Justierung der horizontalen Position des Lagersitzes sowie zur Justierung der relativen Position des Motors zu anderen angeschlossenen Motoren oder Maschinen. Die Metalldichtung besteht aus 0,08–3 mm dickem Metallblech, die Isolierplatte aus Gewebe- oder Glasfaserlaminat. Die Isolierplatte dient hauptsächlich dem Schutz vor Schäden durch Wellenstrom. Sie sollte beidseitig 5–10 mm breiter als der Lagersitz und 3–10 mm dick sein. Zusätzlich zur Isolierplatte zwischen Lager und Bodenplatte müssen auch die Schrauben und Befestigungsnägel isoliert werden. Die Isolierplatte besteht aus 2–5 mm dickem Glasfasergewebe und hat einen Außendurchmesser, der 4–5 mm größer ist als der Außendurchmesser der Metalldichtung. Die mit dem Lagersitz verbundene Schlauchkontaktfläche kann aus einer 1~2 mm dicken Gummifolie bestehen. Die Isolation des Lagersitzes sollte nach der Installation auf ihren Isolationswiderstand gegen Erde geprüft werden. Die Messung erfolgt mit einem 500-Volt-Megohmmeter; der Widerstand sollte nicht weniger als 1 Megaohm betragen.
Folgende Punkte sind bei der Montage von Motorlagern zu beachten.
Unabhängig davon, ob es sich um ein einzelnes Motorlager oder mehrere Lager der Einheit handelt, muss dieses auf der Hauptlängsachse der angeschlossenen Maschine bzw. der Längsachse der Einheit montiert werden. Die Lagermitte wird mithilfe eines Stahldrahts und eines Drahthammers überprüft (ein Holzstreifen wird in den Lagerbogen eingeführt und ein dünner Eisenstreifen in der Mitte des Holzstreifens befestigt, um die Mitte zu markieren). Die Position der Welle wird vom Rand des Lagersitzes aus justiert. Die Ebenheit der Lagerfläche wird mit einer Wasserwaage überprüft. Mithilfe eines Theodoliten oder einer Wasserwaage wird geprüft, ob mehrere Wellensitzflächen in derselben horizontalen Ebene liegen. Die Lagermitte wird mithilfe eines Hammers und einer Richtschnur auf die gleiche Achse ausgerichtet. Nach diesem Verfahren zur Justierung des Lagersitzes wird zum Ausgleich von Abweichungen ein Hebezeug verwendet. Die Lagersitze werden bewegt; die Schlag- und Hammermethode wird nicht angewendet. Mit dieser Methode beträgt der Genauigkeitsfehler des Lagersitzes ca. 0,5–1,0 mm. Es sei darauf hingewiesen, dass die Montage und Justierung des Lagersitzes lediglich eine Voreinstellung darstellt. Die endgültige Justierung erfolgt beim Zentrieren, um die Anforderungen an die Achsenliniengenauigkeit zu erfüllen. Nach der Voreinstellung des Lagersitzes werden die Schrauben gleichmäßig (entsprechend der diagonalen Anzugsrichtung) angezogen. Die Isolierbuchse und der Stabilisierungsnagel können bis zum endgültigen Abschluss der Zentrierung oder vor dem Probelauf vorläufig fixiert werden.
Veröffentlichungsdatum: 15. April 2022