Kugellager sind mechanische Bauteile, die die Reibung verringern und die reibungslose Rotation von Wellen ermöglichen. Es gibt zwei Haupttypen von Kugellagern: Schrägkugellager und Rillenkugellager. Sie unterscheiden sich in Bauart, Funktion und Anwendungsbereich.
Schrägkugellager besitzen einen asymmetrischen Querschnitt. Zwischen Innenring, Außenring und Stahlkugeln bilden sich Kontaktwinkel. Der Kontaktwinkel bestimmt die axiale Tragfähigkeit des Lagers. Je größer der Kontaktwinkel, desto höher die axiale Tragfähigkeit, aber desto geringer die maximale Drehzahl. Schrägkugellager können sowohl radiale als auch axiale Belastungen aufnehmen und paarweise zur Aufnahme bidirektionaler axialer Belastungen eingesetzt werden. Sie eignen sich für Anwendungen mit hohen Drehzahlen und hohen Präzisionsanforderungen, wie beispielsweise Werkzeugmaschinenspindeln, Pumpen und Kompressoren.
Rillenkugellager zeichnen sich durch einen symmetrischen Querschnitt und einen kleinen Kontaktwinkel zwischen Innen- und Außenring und den Stahlkugeln aus. Dieser Kontaktwinkel beträgt üblicherweise etwa 8 Grad, wodurch das Lager nur geringe axiale Belastungen aufnehmen kann. Rillenkugellager sind in der Lage, hohe Radialbelastungen und moderate axiale Belastungen in beide Richtungen zu bewältigen. Sie eignen sich für geräusch- und vibrationsarme Anwendungen wie Elektromotoren, Förderbänder und Ventilatoren.
Die Hauptvorteile von Schrägkugellagern gegenüber Rillenkugellagern sind:
• Höhere axiale Belastbarkeit
• Bessere Steifigkeit und Genauigkeit
• Fähigkeit zum Umgang mit kombinierten Lasten
Die wichtigsten Vorteile von Rillenkugellagern gegenüber Schrägkugellagern sind:
• Reibung und Wärmeentwicklung reduzieren
• Höhere Geschwindigkeitsbegrenzungen
• Einfachere Installation und Wartung
Veröffentlichungsdatum: 27. Februar 2024
